Die 8 vom Abriss bedrohten Häuser

Äussere-Brucker-Straße 84 - damals noch auf weitem Feld
Äussere-Brucker-Straße 84 - damals noch auf weitem Feld

Die ältersten Häuser (1926 -1930) des letzten Bauabschnitts der ERBA-Siedlung. Die Arbeiterkolonie zeigt sehr anschaulich die historische Entwicklung und den Gesamtzusammenhang mit dem Wachstum der Erba-Spinnerei sowie die Veränderung der Architektur und des Baustils über die Bauabschnittsphasen von 1906-1939.

 

Die Häuser im einzelnen:

Äußere-Brucker-Str. 84; Baujahr: 1926;  Bauherr: Georg Schuh, Metzgermeister; Architekt: Walter & Glahn

Mainstraße 1; Baujahr: 1928; Bauherr: ERBA, Architekt: Büro Walter, Nachfolger Kohler

Äußere-Brucker-Str. 86-88; Baujahr: 1930; Bauherr: Städtische Kleinwohnungsbauten Zusatzprogramm; Architekt: Stadtbauamt Erlangen

Blick durch die Laube Johann-Jürgen-Straße 1
Blick durch die Laube Johann-Jürgen-Straße 1

Die Häuser des Bauabschnitts 1930 - 1938. Der Bau der Häuser war in der Vorkriegszeit nur deshalb möglich, weil die Erba in dieser Zeit florierte. Es sind gebaute Zeugnisse der Firmenentwicklung. Der Reiz dieser Siedlung liegt im Zusammenspiel der baulichen Gesamtanlage mit Gärten, Wegen, Waschhäusern, Lauben.

 

Die Häuser im einzelnen:

Äußere-Brucker-Str. 82; Baujahr: 1937; Bauherr: ERBA; Architekt: Kohler

Johann-Jürgen-Str. 1; Baujahr: 1937; Bauherr: ERBA, Architekt: Kohler

Johann-Jürgen-Str. 3; Baujahr: 1938; Bauherr: ERBA, Architekt: Kohler

Blick durch den Torbogen auf Johann-Jürgen-Str. 7
Blick durch den Torbogen auf Johann-Jürgen-Str. 7

Die jüngesten Häuser der historischen ERBA-Sidlung von 1939. Häuser des Bauabschnitts 1930 - 1938. Die komplette Siedlung hat einen einzigartigen Charakter, eine eigene Aura, die jeder verspüren kann, der diesen Bezirk betritt - es ist wie ein Dorf in der Stadt - und daher ist das gesamte Ensemble aller ERBA-Häuser aus städtbaulichen, kulturellen und historischen Aspekten  umbedingt schützens- und erhaltenswert.

Übrigens, an der Uni Bamberg gibt es ein eigenes Forschungsprojekt zur ERBA. Die Textilindustrie war ja für  beide Städte  ein wichtiges Zeugnis der Industriegeschichte. Ihren Ursprung hatte die Erba aber in Erlangen. Bamberg als Weltkulturebe-Stadt ist im Umgang mit Geschichte offensichtlich umsichtiger und weitsichtiger.

 

 

Die Häuser im einzelnen:

Johann-Jürgen-Str. 5; Baujahr: 1939; Bauherr: ERBA, Architekt: Kohler

Johann-Jürgen-Str. 7; Baujahr: 1939; Bauherr: ERBA, Architekt: Kohler


Die geschützten Häuser der ERBA-Siedlung

Beim älterern Teil der Arbeitersiedlung der ERBA handelt es sich um 14 Mehrfamilienhäuser, in abwechslungsreich gegliederte Reihenhausgruppen aus zweigeschossigen Pavillonbauten und niedrigen Verbindungstrakten mit Mansard-, Sattel- und Walmdächern. Häufig sind in den lauschigen Nutzgäten Lauben und Waschhäuschen. Erbaut wurden diese Häuser zwischen 1906 und 1913. Die Pläne dafür stammen von Fritz Walter und dem Architekturbüro Fritz Walter sowie dessen Nachfolger Architekt Richard Kohler (der maßgebliche Architekt der gefährdeten ERBA-Häuser).