Argumente im Detail

Die Sanierung macht auf jeden Fall Sinn:

- Erlangen muss lebenswert bleiben

- Eine rücksichtslose Nachverdichtung macht auf lange Sicht mehr kaputt, als sie nützt

- Eine soziale und familienfreundliche Wohnumgebung mir lebendigen Gärten kann nicht durch ein Stück Beton mit öden Grünflächen ersetzt werden

- Der Charakter der Arbeitersiedlung und des Angerviertels wird durch den anonymen und gesichtslosen Wohnsilo für immer zerstört

- Sanierung ist nachhaltiger als Neubau, der neue Ressourcen verbraucht

 

Sanierung als Investition in die Zukunft:

- Mindestens 60-70 Wohnungen sind auch mit einer Sanierung machbar

- Zusätzlicher Wohn- und Lebenswert durch eigene Gärten

- Wohnqualität für Familien

- Barrierefreiheit möglich, bei EG Wohnungen sogar rollstuhlgerecht

Sanierung ist möglich:

- Es liegt kein unabhängiges Fach-Gutachten vor, das eine so schlechte Bausubstanz bescheinigt, dass eine Sanierung nicht möglich wäre

- Die von der GEWOBAU veranschlagten Sanierungskosten sind völlig überhöht, da sie von utopischen Anforderungen ausgehen und nur auf Schätzwerten beruhen

- EOF-Förderung ist auch für die An-, Um- und Neubauten möglich. Damit wäre auch hier ein Mietpreis von 5,50 Euro/qm umzusetzen

- Eine Wiederinstandsetzung der Wohnungen auf Altbaustandart ist möglich, Dachausbauten schaffen neuen Wohnraum, Grundrisse können verändert werden

- Eine Sanierung bedeutet natürlich, dass endlich menschenwürdige Sanitär- und Heizugsanlagen eingebaut werden; Gas- und Wasseranschlüsse sind weder besonders teuer noch aufwändig

- Diese Modernisierung und Instandhaltung wäre sowieso schon lange Pflicht des Vermieters GEWOBAU gewesen; die Frage ist eher wie der soziale Bauträger der Stadt die Mieter über Jahrzehnte in diesen unwürdigen Zuständen hat wohnen lassen

- Dass die GEWOBAU auf ihrer Homepage gerade mit den Folgen ihrer eigenen Unfähigkeit und der fahrlässigen Vernachlässigung die angebliche Nichtsanierbarkeit der Gebäude begründet, ist blanker Hohn

Die Häuser sind erhaltenswert:

- Die ERBA-Siedlung ist ein gewachsenes Viertel mit immenser historischer Bedeutung für die Stadtgeschichte und die städtebauliche Entwicklung Erlangens von der Jahrhundertwende bis in die 30er Jahre

- Alle Häuser bilden zusammen ein bauliches Ensemble, das als Aushängeschild Erlangens einen hohen Wert hat

- Der geplante Neubau ist ein Beispiel für die völlig unsensible Nachverdichtungspolitik der Stadt und zerstört das ganze Viertel

- Die Erbasiedlung und der Anger stehen stellvertretend für eine fehlgeleitete Entwicklung der Stadt, die auf Biegen und Brechen die Bausünden der 70er Jahre wiederholen möchte

Ist das die Zukunft Erlangens?